Zeittafel: Quedlinburg in Krieg und Fehde
Thomas Wozniak [Stand: November 2005]
| Sachsenkriege (772-804) | |
| 775 | Karl der Große (*747, †814) marschiert mit einem Teil seines Heeres bis zur Oker, wo die Ostfalen (Austreleudi) und ihr Führer Hessi, Geiseln stellen und dem König die Treue schwören. |
| 782 | Grafschaftsverfassung in Sachsen eingeführt. |
| Ungarneinfälle (898-955) | |
| Ende 9. Jh. | Einfälle ungarischer Reiterheere, die leichtbewaffnet und beweglich zuschlagen und sich ebenso schnell einem Gegenangriff entziehen. |
| 912-917 | Die Ungarneinfälle erreichen einen Höhepunkt, eine wirksame Abwehr wird von einem Nachkommen der fränkischen Linie nicht erreicht, deshalb wird unter Umgehung Eberhards |
| Herrschaft der Ottonen (919-1024) | |
| 919 | der sächsische Herzog Heinrich (*875, †936) aus der Familie der Liudolfinger zum neuen König des Ostfrankenreiches gewählt. König Heinrich I. versteht sich selbst als eine Art primus inter pares und stützt sich auf ein System von persönlichen Bindungen (amicitiae) zu den anderen Großen des Reiches. |
| 926 | Nachdem ihm ein ungarischer Heerführer in die Hände fällt, erreicht Heinrich I. einen neunjährigen Waffenstillstand; im gleichen Jahr erwirbt er die hl. Lanze. Den Waffenstillstand nutzt Heinrich I. und erlässt |
| 929 | die sog. Burgenordnung, die den Bau von Fluchtburgen, deren Verproviantierung und Ausstattung vorsieht sowie den Aufbau eines Reiterheeres. Der systematische Burgenbau an der Ostgrenze, bezeugt für Merseburg, Hersfeld, Werla, Quedlinburg, St. Gallen und Corvey führt schließlich zur Verweigerung der Tributzahlung an die Ungarn 932 und |
| 933 | zur Schlacht bei Riade mit dem Sieg von Heinrichs I. Heer gegen die Ungarn. |
| 936 | Nach dem Tod Heinrichs I. bestätigt sein zum König gewählter Sohn Otto I. (*912, †973) die Gründung des von Königin Mathilde (*um 896, †968) gegründeten Damenstiftes auf dem Quedlinburger Burgberg, welches das Totengedenken an Heinrich I. wahrnimmt. |
| 955 | Nach mehreren Aufständen von Familienmitgliedern gegen seine Alleinherrschaft besiegt das Heer Ottos I. in der Schlacht auf dem Lechfeld die Aufständischen und die mit diesen verbündeten Ungarn endgültig. |
| 973 | Bei seinem letzten großen Osterhoftag in Quedlinburg sind Gesandte aus ganz Europa anwesend, bevor Otto der Große im gleichen Jahr stirbt. |
| 974 | Sein Sohn Otto II. führt einen Krieg gegen die Dänen und dessen Sohn Otto III. |
| 995 | einen Feldzug gegen die Slawen östlich der Elbe. |
| Reich der salischen Kaiser (1024-1125) | |
| 1028-1031 | Zur Zeit der salischen Herrscher führt Mieszko von Polen Krieg gegen das Reich und |
| 1041-1044 | kommt es erneut zu Feldzügen gegen die Ungarn. |
| 1088 | Heinrich IV. bringt seine Braut Eupraxia zu seiner Schwester Äbtissin Adelheid II. nach Quedlinburg und läßt dort durch eine Fürstenversammlung den Markgrafen Ekbert von Meißen verurteilen. Dieser belagert vergeblich Quedlinburg. |
| 1090 | Ekbert von Meißen wird von Leuten der Äbtissin in einer Mühle im Selketal erschlagen. |
| 1115 | Das kaisertreue Quedlinburg wird von den Gegnern Heinrichs V. erobert. |
| Reich der Hohenstaufen (1125-1254) | |
| 1137-1138 | Kämpfe zwischen Staufern und Welfen. Albrecht der Bär, der Quedlinburg besetzt hatte, wird vertrieben. |
| 1179 | In einer Urkunde Papst Alexander III. wird erstmals eine Quedlinburger Stadtbefestigung (murus forensis) erwähnt. |
| 1208 | Ein staufisches Heer sammelt sich bei Quedlinburg gegen Otto IV., geht jedoch nach der Kunde von König Philipps Ermordung auseinander. Der Feldhauptmann Cäsarius wandelt Quedlinburg in ein welfisches Bollwerk um, das |
| 1213 | von Kaiser Friedrich II. vergeblich belagert wird. |
| 1218 | Der sterbende Kaiser Otto IV. bestimmt in seinem Testament, dass die besetzte Quedlinburger Burg geschleift und an die Äbtissin Sophie von Brena zurückgegeben wird. Die Waffentechnik soll auf den nächsten Kreuzzug mitgenommen werden. Dessen ungeachtet lässt die Äbtissin die Befestigungen bestehen und nimmt Cäsarius als ihren Schutzvogt an. |
| 1222 | Die Neustadt von Quedlinburg wird erstmals urkundlich erwähnt. |
| 1224 | Graf Hoyer von Falkenstein erobert Quedlinburg und zerstört die Befestigungen des Schlosses. Sophie von Brena muss ihn als Schutzvogt anerkennen und den Quedlinburger Bürgern erlauben, ihre Stadt weiter zu befestigen. Die Stadt institutionalisiert sich daraufhin und |
| 1229 | wird erstmals ein Magistrat (consilium burgensium civitatis) erwähnt. Auch größere Steinbauten, wie die Steinbrücke (pons lapideus) und das Johannis-Hospital am Bleicheberge werden im gleichen Jahr erstmals erwähnt. |
| 1265 | Werden erstmals Ratsherren (consules) erwähnt und |
| Habsburger Herrschaft und Städtebünde im Spätmittelalter (13. - 16. Jh) | |
| 1273 | kommt die Schutzvogtei an die Linie Heimburg der Regensteiner Grafen. |
| 1312 | Bischof Gerhard Halberstadt vermittelt in einem Streit zwischen Graf Ulrich von Regenstein und Äbtissin Jutta von Quedlinburg, in dem letztere den Verzicht umme dat Ghut to Marsleve fordert. |
| 1325 | 1. Kampf des Halberstädter Bischofs Albrecht II. gegen die Regensteiner Grafen, der auch in Quedlinburg ausgetragen wird, bei dem die Guntekenburg zerstört wird und deren Schlichtung im Grashofe am Franziskanerkloster verhandelt wird. |
| 1326 | April 14: Der Städte-Dreibund Halberstadt-Quedlinburg-Aschersleben wird ewichliken geschlossen, dauert ohne Unterbrechung 150 Jahre (bis 1477) |
| 1335-1465 | Über 40 Bündnisverträge mit unterschiedlichen Städten oder Herrschern und unterschiedlichen Vertragsdauern werden geschlossen. |
| 1335-37 | 2. Kampf des Halberstädter Bischofs Albrecht II. gegen die Regensteiner Grafen, in dessen Verlauf die Quedlinburger den Grafen unterhalb des Ochsenkopfs gefangen setzen und am 21. Juli große Teile des Wipertiklosters verwüsten, dessen Türme die Regensteiner zum Kampf gegen die Quedlinburger genutzt hatten. |
| 1337 | Nach dem Sieg über die Regensteiner müssen diese eine Reihe von Türmen an der westlichen Stadtmauer der Altstadt neu errichten. Wahrscheinlich wurden nun ebenfalls die viereckigen Warten, also die Seweckenwarte, zur Kontrolle der Gersdorfer Burg und die Stein(holz)warte und die Heide(berg)warte zur vorgelagerten Kontrolle der Regensteiner Gefahr errichtet. |
| 1347 | Die Quedlinburger helfen Bischof Albrecht II. von Halberstadt bei der Eroberung der Erichsburg. |
| 1351 | Bischof Albrecht II. von Halberstadt gibt den Quedlinburgern das Recht ihr lantwere (Landwehr) zu betern, lemengraven und lantwere maken, wur und wann se willen. |
| 1357-1366 | Drei Fehden (1357, 1359, 1366) mit der Stadt Braunschweig. |
| 1366 | Die Quedlinburger beteiligen sich am Kriegszuge gegen den „Landbedrücker“ Ludwig von dem Knesebeck und erobern die Dumburg im Hakelwalde. |
| 1377 | Ende der Fehde gegen die Knechte Heinrich und Kersten Bottener. |
| 1384 | Zur Aufrechterhaltung des Landfriedens tritt Quedlinburg dem Bund der niedersächsischen Städte bei. |
| 1390 | Beilegung der Fehde mit Ritter Konrad Mor und im gleichen Jahr mit Albrecht von Stutternheim. |
| 1389 | Quedlinburg, Halberstadt und Aschersleben werden von König Wenzel mit der Reichsacht bestraft. |
| 1399 | Beilegung der Fehde mit Ritter Fritz von Ruxleben. |
| 1409 | Belegung der Fehde zwischen der Äbtissin, dem Stift und der Stadt Quedlinburg gegen Heinrich Becker. |
| 1419 | Friedliche Beilegung der Fehde mit den Rittern Busse und Heinrich von Alvensleben. |
| 1425 | Helfen die Quedlinburger dem Bischof von Halberstadt bei der Niederwerfung eines Aufstandes (Halberstädter Schicht). |
| 1426 | Quedlinburg wird Mitglied der Hanse bis 1477 (1518). |
| 1430 | Beendigung der Fehde zwischen Dietrich Rode von Werben und Quedlinburg. |
| 1431-1435 | Quedlinburg unterstützt die Altstadt Magdeburg in ihrem Kampf gegen Erzbischof Günther. |
| 1437 | Die Quedlinburger helfen dem Bischof Burchard III. von Halberstadt bei dessen Fehde gegen die Grafen von Hohenstein und entkommen auf dem Rückweg aus schwerer Gefahr. |
| 1445 | Friedrich III. bestraft Quedlinburg mit der Reichsacht. |
| 1448 | Die Ratsrechnung verzeichnet den Eintrag den tornluden to marslebe (Turmleute zu Marsleben). |
| 1457/58 | Heidbergwarte teilweise abgebrannt und neu erbaut. |
| 1460 | Nach den Ratsrechnungen wird ein Seil zur Ilenstedter (Gaterslebener) Warte gebracht. |
| 1461 | Laut Ratsrechnungen war die Bicklingswarte mit einem Wächter besetzt. |
| 1462 | Die Quedlinburger beteiligen sich an der Fehde gegen Herzog Friedrich den Jüngeren von Braunschweig, diese wird durch die Fürstenversammlung zu Quedlinburg am 29. Mai 1467 beigelegt. |
| 1462 | Kacheln werden für einen neuen Ofen der Bicklingswarte geliefert. |
| 1464 | Nach den Ratsrechnungen war die Stein(holz)warte besetzt. Vermutlich wegen der 7 Jahre dauernden Fehde im Streitfall Schade. |
| 1470 | Wird nach den Ratsrechnungen ein Wardkorb zum Hinaufwinden von Lebensmitteln und Trinkwasser zur Ilenstedter (Gaterslebener) Warte gebracht. |
| 1471 | Nach den Ratsrechnungen war die Bicklingswarte mit einem Wächter besetzt. |
| 1472 | Großer Brand im Ramberge (städtischer Forstbezirk im Nordharz zwischen Bad Suderode und Friedrichsbrunn). |
| 1477 | Nach einem Angriff von Quedlinburger Bürgern auf das Stift wird die Stadt von den Herzögen von Sachsen, den Brüdern der Äbtissin, erobert. Quedlinburg wird zur bedingungslosen Unterwerfung gezwungen, liefert seine Privilegienbriefe aus und muss versprechen, ohne Erlaubnis der Äbtissin keine Bündnisse zu schließen und keine Verteidigungsanlagen zu bauen oder auszubessern. |
| 1479 | Letzte Erwähnung der Lehofwarte. In den Ratsrechnungen wird für die Ilenstedter (Gaterslebener) Warte wird ein kacheloven erwähnt und ein Fuder Holz. |
| 1496-1501 | Kostenintensive Fehde mit dem Ritter Fruop (Frühauf). |
| 1502 | Erste urkundliche Erwähnung der Schützenbruderschaft für den Altar der Heiligen Sebastian und Fabian in St. Benedikti. |
| Glaubensspaltung und Reformation (16. Jh.) | |
| 1521 | Ilenstedter (Gaterslebener)Warte baulich erneuert. |
| 1525 | Im Zuge des Bauernkrieges werden in Quedlinburg die Klöster auf dem Münzenberg, zu St. Wiperti, das Franziskanerkloster und das Augustinerkloster in der Neustadt geplündert. |
| 1532 | Nach der Ratsrechnung war die Aholzwarte mit einem Wächter besetzt. |
| 1540 | Eine Visitationskommission Herzog Heinrichs inspiziert Quedlinburg um die Einführung der Reformation vorzubereiten, dabei wird festgestellt, dass die Stadttürme, Mauern und Warten in einem bedauerlichen Zustand seien. |
| 1545 | Zum ersten Mal tritt der Begriff „Lehnwarte“ auf, während die Benennung „Lethwarte“ erstmals im 18. Jh. vorkommt. |
| 1547 | Besetzung Quedlinburgs durch Truppen des Kurfürst Johann Friedrich unter dessen Feldhauptmann Asmus von Kondritz am 6. Februar. Am 24. April, Abzug der Truppen nach der verlorenen Schlacht bei Mühlberg. |
| 1548 | Laut Ratsrechnung sind die Aholzwarte (Simon Kerbergk) und die Ilenstedter (Gaterslebener) Warte (Herman Friederich) zwischen April und Oktober sowie die Stein(holz)warte (Oßwalt Spegeler, Hans Pawe, Valtin Bote) das ganze Jahr über besetzt. |
| 1550-1553 | Laut Ratsrechnungen ist die Hamwarte mit einem Wächter besetzt. |
| 1550-1560 | Nach den Ratsrechnungen ist die Stein(holz)warte noch mehrfach Jahrweise besetzt zu einem Jahreslohn von 10 Gulden und 12 Groschen (4 Groschen/Woche) für insgesamt jeweils 43 Wochen. |
| 1552-1564 | In den Ratsrechnungen wird auch ein Wächter für die Ilenstedter (Gaterslebener) Warte abgerechnet. |
| 1553 | Albrecht Alcibiades, Markgraf von Brandenburg-Kulmbach, plündert das benachbarte Halberstadt und wird später von Kurfürst Moritz von Sachsen, der bei dem Kampf tödlich getroffen wird, bei Nordhausen geschlagen. |
| 1559 | Fehde mit Matz Nothart, die in der kostspieligen Verfolgung von dessen „Räuberbande“, ihrer Gefangennahme bei Appenrode und seiner Hinrichtung in Stolberg endet. |
| 1564 | Nach der Ratsrechnung war die Aholzwarte mit einem Wächter besetzt. |
| 1565 | Pestepidemie in Quedlinburg mit 2500 Todesopfern. |
| 1570 | Jacoff Baringerode, wohnhaft in der Kremer Strassen, vorm Kirchof Egidÿ, als Wächter der Stein(holz)warte genannt. |
| 1577 | Pestepidemie in Quedlinburg mit 1215 Todesopfern. |
| 1598/99 | Erneute Pestepidemie in Quedlinburg mit unbekanntem Ausmaß. |
| 1617 | Die Fehde gegen Heinrich Strohkirch, wegen Ausweisung von dessen Frau aus der Stadt, endet mit der Enthauptung von Strohkirch. |
| Dreißigjähriger Krieg (1618-1648) | |
| 1625 | Wallenstein verlegt sein Hauptquartier nach Halberstadt, in der Quedlinburger Umgebung lagern Friedländische Truppen. |
| 1626 | Erneute Pestepidemie in Quedlinburg, der allein im St. Nikolai-Viertel 2374 Personen zum Opfer fallen. |
| 1627 | Banden der sogenannten Harzschützen beginnen sich, auch von Quedlinburg aus, im Gebirge zu bilden und den Feind zu bekämpfen. |
| 1629/30 | Bei Wallensteins erneutem Aufenthalt in Halberstadt beabsichtigt dieser auch in Quedlinburg das Restitutionsedikt durchzuführen und versucht vergeblich das Kloster St. Wiperti den Prämonstratensern zurück zu geben. |
| 1631 | Tilly, bei Breitenfeld geschlagen, zieht sich über Quedlinburg nach Westen zurück. |
| 1632 | Wilhelm von Weimar zieht mit seinen Truppen über Quedlinburg und nimmt dabei Geld, Futter und Nahrungsmittel; bis 1648 kommt es fast jährlich zu zahlreichen Einquartierungen. |
| 1639 | Ein aus Finnen bestehendes Regiment des schwedischen Oberst Thuro Bielke quartiert sich für fast 2 Jahre in Quedlinburg ein. |
| 1640 | Die Schweden versuchen Quedlinburg zu einem Bollwerk zu machen. |
| 1641 | Der kaiserliche Oberst Laba überfällt, von der Saale vorstoßend die Schweden bei Quedlinburg und macht reiche Beute. Der Rheingraf Johann Ludwig kämpft siegreich mit den kaiserlichen Truppen am St. Johannis-Hof, stirbt schwerverletzt in Quedlinburg und wird in Halberstadt begraben. |
| 1642 | Anfang März wird Quedlinburg von kaiserlichen Truppen besetzt, doch kommt es bis 1648 wiederholt zu schwedischen Brandschatzungen, bei denen 1644 der Schwedengeneral Graf von Königsmark des Schwert des Grafen Albrecht II. von Reinstein mit sich nimmt. |
| Siebenjähriger Krieg (1756-1763) | |
| 1757 | Vom 5. bis 9. September überfällt und brandschatzt das Fischersche Freikorps Quedlinburg. Am 1. Oktober lagern die Truppen des französischen Generals d’Armentières mehrere Wochen auf dem Ritteranger zwischen Ditfurt und Quedlinburg. |
| 1758 | Am 11. Januar rücken die Truppen des Generals Turpin in Quedlinburg ein. |
| 1760 | Am 18. Oktober besetzen die Truppen des französischen General Stainville Quedlinburg und erpressen 30.000 Taler Kontribution und 12.000 Taler Donceur. |
| Umnutzung der Warten | |
| 1791 | Die Hamwarte wird wegen Einsturzgefahr abgetragen. |
| 1828 | Bemüht sich Landrat Weyhe um den Erhalt der Ruine der Ilenstedter (Gaterslebener) Warte. |
| 1880/1908 | Reparaturmaßnahmen an der Seweckenwarte. |
| 1889 | In der Altenburgwarte wird durch den Harzklub eine massive granitene Wendeltreppe angebracht. |
| 1899/1900 | Umbau der Steinholzwarte, angeregt durch H. C. Huch und finanziert durch den Verschönerungsverein, zu einem Aussichtsturm. |
| 1991 | Erneuerung der Altenburgwarte, der Bicklingswarte und der Steinholzwarte. |
| 2005 | Gründung des Quedlinburger Wartenvereins e.V. |
Benutzte Quellen und Literatur
Althoff, Gerd: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. Stuttgart, Berlin, Köln 2000.
Beumann, Helmut: Die Ottonen. Stuttgart, Berlin, Köln 1987.
Brecht, Gustav: Neubau der Heidberger (Heide-)Warte im Jahre 1458. In 1. Festschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde zur 2. Ordentlichen Hauptversammlung, Wernigerode, 1869, S. 75-76. [auch in: in: ZHV 23 (1869) S. 177-178 ]
Gude, Angela/Scheftel, Michael: Archäologisches Historisches Kataster für die Feldmark von Quedlinburg, bearbeitet von Matthias Hardt und Bernhard Schroth. Berlin (ungedrucktes Manuskript im Archiv der Kreisarchäologie Quedlinburg) 1997.
Lorenz, Hermann: Quellen zur städtischen Verwaltungs-, Rechts- und Wirtschaftsgeschichte von Quedlinburg vom 15. Jh. bis zur Zeit Friedrichs des Grossen. I. Teil, Baurdinge nebst sonstigen obrigkeitlichen Verordnungen und Abmachungen. Halle/S. (Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete Band 24) 1916. [ND 1999 Goldbach: Keip]
Lorenz, Hermann: Quedlinburgische Geschichte zur Tausendjahrfeier der Stadt Quedlinburg vom Magistrate der Bürgerschaft gewidmet. Band 1: Werdegang von Stadt und Stift Quedlinburg. Quedlinburg 1922. [ND 1991 Kunst- und Antiquitätenhandlung Klaus Breitschuh]
Lorenz, Hermann: Die Schicksale der Quedlinburger Feldwarten. 1. Die Warte auf dem Lehhof, 2. Die Warte bei der Wüstung Sülten, 3. Die Hamwarte, 4. Der Aholzturm. In: HB 139 (1927), S. 574f., HB 140 (1927) S. 577f.; HB 141 (1927) S. 581f.; HB 145 (1927) S. 597f.; HB 147 (1927) S. 605f.; HB 154 (1927) S. 633f.; HB 157 (1928) S. 645f.; HB 171 (1928) S. 701-703.
Kleemann, Selmar/Huch, H. C. (Hg.): Führer durch Quedlinburg und Umgebung. Quedlinburg 1898. Zweite vermehrte und verbesserte Ausgabe.
Rienäcker, Christa: Die mittelalterlichen Wehranlagen Quedlinburgs: Feldwarten. Halberstadt 1989.
Wozniak, Thomas: Steuererhebung und Veruntreuung öffentlicher Gelder im 16. Jh. Edition und Einordnung der 1998 entdeckten Quedlinburger Schoßregister der Jahre 1547, 1548 und 1570. (ungedruckte Magisterarbeit Universität zu Köln) 2003.