Herzlich Willkommen!


 

Unser nächstes Großprojekt:

 

 

 

Sanierung der Ruine der Ilenstedter Warte

 

 

 

Für das Jahr 2018 planen wir die Sicherung der Ruine der Ilenstedter (Gaterslebener) Warte.

 

Dieser Wartturm war im Mittelalter besonders wichtig, da von ihm aus der Verkehr an der Kreuzung zweier wichtiger Straßen überwacht werden konnte:

 

Aus Nordwest verlief der alte Heerweg nach Südost. Er verband den Raum Braunschweig-Wolfenbüttel mit der östlichen Reichsgrenze an der Saale und wurde vermutlich schon in der Zeit Karls des Großen angelegt. Er verlief in unserer Gegend von Halberstadt über Harsleben und Ditfurt (Bodequerung) nach Hoym und weiter nach Aschersleben.

 

Von Südwesten führte die alte Handelsstraße von Goslar über Quedlinburg und Gatersleben an den östlichen Ausläufern des Hakels entlang nach Magdeburg.

 

Der Turm war etwa 18 – 20 m hoch. Sein Durchmesser betrug 5,50 m. Heute ist nur noch der östliche Teil des Turmes mit einer Höhe von rund 14 m erhalten. In etwa 10 m Höhe kann man auf der Innenseite noch den früheren Kuppelansatz erkennen.

 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden durch einen Bauern aus Badeborn auf der Westseite des Turmes Steine für den Bau einer neuen Scheune herausgebrochen. Dabei stürzte dieser Teil des Bauwerkes ein.

 

 

 

Auf Forderung der „Königlichen Regierung“ in Magdeburg veranlasste der damalige Landrat Weyhe die Sicherung der entstandenen Ruine. Der Bauer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die meisten Steine abgeholt und verbaut. Damit fehlte das Material für den Wiederaufbau. Deshalb wurde der verbleibende Teil des Bauwerks nur gesichert. Da der Verursacher des Schadens die Kosten für diese Sicherung nicht begleichen konnte, wurden die damals noch vorhandenen Fundamentsteine der schon früher abgebrochen Ringmauer des befestigten Hofes der Warte versteigert. Auch damit konnten die Kosten nicht vollständig gedeckt werden, so dass schließlich die Stadt Quedlinburg eine Hälfte der restlichen Kosten und die Gemeinden Gatersleben und Wedderstedt gemeinsam die andere Hälfte der Kosten trugen.

 

190 Jahre nach der ersten Sicherung der Ruine zeigen sich seit einigen Jahren deutliche Schäden an den alten Abbruchkanten und an den oberen Steinlagen.

 

 

Um diesen fortschreitenden Verfall zu stoppen, plant der Wartenverein für 2018 eine gründliche Sanierung der Ilenstedter Warte. Ziel ist es, den Zustand des Bauwerks von 1827 wieder herzustellen. Die Kosten dafür liegen bei etwas weniger als 100.000 €. Darin enthalten sind nicht nur die reinen Baukosten, sondern auch die Kosten für das Gerüst, den Architekten und den Statiker, Kosten für eine eventuelle Zwischenfinanzierung und sonstige nicht förderfähige Kosten. Die genauen Zahlen veröffentlichen wir nicht, um die Preisangebote der Bauunternehmen nicht zu beeinflussen.

 

Das Projekt kann der Wartenverein nicht aus eigener Kraft finanzieren. Deshalb haben wir Fördermittel über das EU-Programm LEADER (Entwicklung des ländlichen Raumes) beantragt. Auch von der Stiftung der Harzsparkasse erhoffen wir uns finanzielle Unterstützung. Dennoch verbleibt auch ein finanzieller Eigenanteil, den der Wartenverein durch Spenden finanzieren muss. Wir besitzen zwar einen kleinen „Sparstrumpf“, dennoch fehlen uns rund 10.000 € zur vollstänigen Finanzierung des Vorhabens. In den nächsten Tagen werden wir deshalb auf „Betteltour“ gehen und hoffen, dass wir genügend großzügige Gönner finden werden.

 

Unsere Spendenkonten:

 

Aus Sicherheitsgründen sind unsere Kontendaten als JPG eingefügt und können damit nicht kopiert werden.

 

 

 

Lethturm, Umfeldgestaltung

 

Auf Bildern aus den 1970er Jahren sieht man, dass die Fläche rund um den Lethturm kaum mit Büschen und Bäumen bewachsen ist. Vermutlich wurde die Fläche damals noch beweidet.

 

Später zeigte sich dort ein dichter Bewuchs mit Ulmen und Eschen.

 

 

 

In den 1990er Jahren setzte das Ulmensterben rund um den Lethturm ein und der „Wald“ auf der Nord- und Ostseite des Turmes brach zusammen. Darauf hin konnten sich die dort stehenden Eschen gut entwickeln. Doch leider hat seit einigen Jahren das aus Osteuropa bekannte Eschensterben auch den Bestand am Lethturm erreicht.

 

 

Verursacht wird das Eschensterben durch einen ursprünglich aus Japan stammenden Pilz. Im Herbst 2015 mussten rund 10 mittlere und große Eschen gefällt werden. Das THW Quedlinburg unterstütze uns dabei im Rahmen einer Ausbildung für die Kettensägenführer. Dafür waren wir sehr dankbar. Das bei der Aktion anfallende Brennholz wurde von der Stadt Quedlinburg als Eigentümerin des Grundstücks verkauft.

 

Auf der frei gewordenen Fläche wurden von uns Haselbüsche gepflanzt. Holzapfelheister und Salweiden sollen im kommenden Herbst noch hinzu kommen.

 

Im Jahr 2016 haben wir die kleine, nördlich vom Lethturm gelegene alt Aschenkuhle einebnen und mit bindigem Boden abdecken lassen.

 

 

Anschließend säten wir Rasen aus, um schnell zu einer Begrünung zu kommen.