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September 2020

 

Lethturm, Mauerkrone fertig gestellt

 

Als wir im Dezember 2010 zu ersten Mal vom Gerüst aus die Mauerkrone des Lethturms ansehen konnten, fanden wir nur noch lose Steine vor. Dazwischen wuchsen Gras, ein kräftiger Weißdornstrauch und eine Birke. Auf der Kuppeldecke standen mehr als armstarke Holunderbüsche und mannshohe Brennnesseln.

 

 

 

 

 

Nachdem der grobe Bewuchs entfernt war, konnte das Dach montiert werden. Eine stabile Auflage dafür gab es nicht, so wurden die Sparren mit Flachstahlbändern gehalten, die rund zwei Meter unterhalb der Mauerkrone in der Wand verschraubt waren. Von einem hölzernen Arbeitsgerüst aus begannen wir mit der Stabilisierung der Mauerkrone. Zuerst wurden die teilweise völlig leeren Fugen der Innenschale mit Mörtel ausgestopft, um des Dach dann darauf halbwegs statisch sicher abzulasten. Gleichzeitig wurde das Dach etwas angehoben, damit wir die Steine der Außenschale vom großen Gerüst aus sichern konnten.

 

Nach der Außensanierung im Jahr 2014 begannen wir, den völlig desolaten Mauerkern auszuräumen. Viele Eimer voll Bauschutt brachten wir vom Turm herab.

 

 

 

 

 

Die Wurzel der Gehölze hatten dem Mauerwerk tüchtig zugesetzt. So mussten wir den Mauerkern bis zu 50 cm tief ausräumen. Die Arbeiten waren sehr anstrengend, da man unter den Dach nur gebückt arbeiten kann und zwischen Mauerkrone und Dach nur wenig Platz ist.

 

 

 

 

Dann begann der Neuaufbau des Mauerkerns. Zuerst wurde eine Schicht Kalkmörtel als Lagerfuge eingebracht, dort hinein wurden die Bruchsteine möglichst dicht gepackt. Dann musste der Mörtel mindestens eine Woche aushärten. Danach erfolgte der Verguss der Fugen zwischen den Steinen, dann kam wieder die Wartezeit. Und so wären wir vielleicht nach 12 bis 15 Wochen fertig geworden, wenn es 2018 und 2019 im Sommer nicht so heiß gewesen wäre. Bei den hohen Temperaturen wäre der Mörtel zu schnell getrocknet ohne abzubinden. So konnten wir jeweils nur im Herbst etwas weiter an der Mauerkrone arbeiten.

 

 

Im Frühjahr 2020 brütete ein Falkenpärchen in einem der Turmfenster. Da wollten wir nicht stören, dann kam wieder ein heißer Sommer.

 

 

Das Gelege

 

Die Küken von einem Fachmann beringt

 

 

Nun haben wir im September die Arbeiten an der Mauerkrone endlich abschließen können. Der Mörtelschlag oben auf der Mauerkrone erhielt einen „Besenglattstrich“, ist also rauh. So kann sich bei eventuell später erforderlichen Reparaturen der neue Mörtel gut mit dem alten verbinden.

 

Die letzten Schicht

 

Mörtelschlag mit Besenglattstrich

 

 

 

Insgesamt haben wir rund 4 m³ Mauerwerk erneuert. Neben den alten Steinen aus dem Mauerkern mussten wir noch rund eine Tonne Sandsteine zusätzlich auf den Turm bringen und einbauen. Für den Mörtel haben wir über zwei Tonnen Sand verbraucht.

 

Demnächst kommt noch die Deckverfugung der oberen vier Mauerschichten dran, dann geht es eine Etage tiefer mit den Reparaturen weiter. Die Sohlbänke der Fenster müssen völlig neu aufgebaut werden, damit Niederschlagswasser ablaufen kann und nicht in die Mauer eindringt.

 

 

 

 

 

April 2020

 

Alle Warten „beschildert“

 

 

 

An allen noch stehenden Warten haben wir im Frühjahr Schilder mit dem jeweiligen Namen der Warte, einem Kurztext, dem Denkmal-Logo und einem QR-Code angebracht. Dieser QR-Code führt direkt zur Beschreibung der jeweiligen Warte auf unserer Homepage.